Zubin Mehta

Zubin Mehta

Portrait des Dirigenten Zubin Mehta

Zubin Mehta

Zubin Mehta kann mittlerweile auf eine fast sechs Jahrzehnte umfassende musikalische Karriere zurückblicken. Dabei sollte der in Mumbai geborene Sohn des Geigenvirtuosen und Gründers des Bombay Symphony Orchestra Mehli Mehta, unter dessen väterlichen Fittichen er mit sechzehn Jahren erstmals ans Dirigentenpult trat, eigentlich Medizin studieren. Nach zwei Semestern entschied er sich jedoch für eine musikalische Laufbahn und kam im Alter von achtzehn Jahren nach Wien, wo er an der Musikakademie Klavier, Komposition und Kontrabass sowie unter Hans Swarowsky Dirigieren studierte und 1958 sein professionelles Debüt gab. Im selben Jahr gewann er den Internationalen Dirigentenwettbewerb in Liverpool und wurde daraufhin zum stellvertretenden Kapellmeister der Royal Liverpool Philharmonic ernannt. Von 1960 bis 1967 war er Musikdirektor in Montreal und hatte denselben Posten zwischen 1962 und 1978 auch bei der Los Angelos Philharmonic inne. 1978 wurde er zum Musikdirektor und Chefdirigenten der New Yorker Philharmoniker berufen und blieb bis 1991, so lange wie keiner zuvor. Seit 1977 ist er zudem Musikdirektor beim Israel Philharmonic Orchestra, das ihm den Titel 1981 auf Lebenszeit verlieh. Seit 1985 ist er zudem Chefdirigent des Teatro del Maggio Musicale Fiorentino und war zwischen 1998 und 2006 Generalmusikdirektor an der Bayerischen Staatsoper. Eng verbunden ist er bis heute auch den Wiener Philharmonikern, die er erstmals mit Mitte zwanzig dirigierte und bis heute unter anderem bereits fünfmal im Rahmen der traditionellen Neujahrskonzerte im Wiener Musikverein. Anfang der 1990er-Jahre stand er am Pult so öffentlichkeitswirksamer Projekte wie den Konzerten der Drei Tenöre oder der »Tosca«-Produktion von 1992 mit Plácido Domingo, die dem Libretto gemäß an den originalen Stätten und zu originalen Tageszeiten gespielt und ausgestrahlt wurde. Mehta zählt zur Spitze der Operndirigenten von außerordentlicher stilistischer und agogischer Interpretationskraft, die im Einklang mit außergewöhnlichen Sängerleistungen unvergessliche Aufführungen beschert. Der Countertenor Bejun Mehta ist der Sohn von Zubin Mehtas Cousin.

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