Mariss Jansons

Mariss Jansons

Portrait des Dirigenten Mariss Jansons

Mariss Jansons

Sein künftiger Weg wurde ihm quasi in die Wiege gelegt: Mariss Jansons wurde 1943 als Sohn des lettischen Dirigenten Arvīds Jansons und der Sängerin Iraida Jansons in Riga geboren. Seine Mutter brachte ihn in einem Versteck zur Welt, nachdem sowohl ihr Vater und als auch ihr Bruder im Rigaer Ghetto ermordet worden waren. Nach der Übersiedlung der Familie nach Leningrad, wo sein Vater bei den Philharmonikern arbeitete, studierte Jansons am Konservatorium Geige, Bratsche, Klavier und Dirigieren. 1969 setzte er seine Studien in Österreich bei Hans Swarowsky in Wien und Herbert von Karajan in Salzburg fort. 1973 wurde er, wie schon sein Vater zuvor, zum Assistenzdirigenten bei den Leningrader Philharmonikern (heute St. Petersburger Philharmoniker), die er bis 1999 regelmäßig dirigierte. 1979 beriefen ihn die Osloer Philharmoniker zum Chefdirigenten. Jansons leitete das Orchester bis 2000 in zahlreichen Aufführungen, Konzerttourneen sowie Aufnahmen. 1996 erlitt er in den letzten Takten einer »La Bohème«-Aufführung einen schweren Herzinfarkt. 2006 wurde er erstmals eingeladen, das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker zu dirigieren. Seit Herbst 2003 ist er als Nachfolger Lorin Maazels Chefdirigent beim Chor des Bayerischen Rundfunks und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Jansons engagiert sich parallel zu seiner Konzerttätigkeit auch für den musikalischen Nachwuchs und arbeitet regelmäßig mit Bayerischen Jugendorchestern zusammen. 2003 wurde er mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

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