Edita Gruberova

Edita Gruberova

Portrait der Sopranistin Edita Gruberova

Edita Gruberova

Sie gilt als unangefochtene Königin des Belcanto. Aufmerksam geworden war man auf die Stimme Edita Gruberovas bereits im Schulchor; mit fünfzehn Jahren begann sie ihr Gesangsstudium am Konservatorium in Bratislava, mit 21 Jahren debütierte sie als Rosina in »Il barbiere di Siviglia«. Es folgten Engagements in ihrer Heimat, ehe sie 1970 als Königin der Nacht an die Wiener Staatsoper eingeladen wurde, deren Ensemblemitglied sie kurz darauf werden sollte und der sie seither eng verbunden blieb. In den 45 Jahren, die seit ihrem Debüt vergangen sind, hat sie dort in rund 50 Partien an fast 700 Abenden auf der Bühne gestanden. Zu den Partien, die man besonders mit ihr verbindet, zählen die Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos«, die sie allein am Haus am Ring einhundertmal gesungen hat, Gilda in »Rigoletto«, Maria Stuarda oder auch die Elvira in »I puritani« und natürlich auch Lucia di Lammermoor. Diese Paradepartie sowie unter anderem auch die Elisabetta in »Roberto Devereux« und zuletzt Lucrezia Borgia oder Norma untermauerten auch an der Bayerischen Staatsoper ihren Ruf als Belcanto-Spezialistin von singulärem Rang. Ein weiteres wichtiges Standbein war das Opernhaus Zürich, zu dem Gruberova 35 Jahre eine sehr enge Verbindung pflegte und wo sie 1992 ihre erste Semiramide sang; hier gab sie zuletzt ihr szenisches Debüt als Alaide in »La Straniera«.

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