Daniel Barenboim

Daniel Barenboim

Portrait Daniel Barenboim

Daniel Barenboim

1942 als Sohn russisch-jüdischer Eltern in Buenos Aires geboren, erhielt Daniel Barenboim ab seinem fünften Lebensjahr Klavierstunden bei den Eltern und gab bereits mit sieben Jahren sein erstes Konzert. 1954, zwei Jahre nachdem die Familie nach Israel übergesiedelt war, ging Barenboim mit seinen Eltern nach Salzburg, um an Dirigierkursen von Igor Markevitch teilzunehmen. In den zwei folgenden Jahren studierte er zudem Harmonielehre und Komposition bei Nadia Boulanger in Paris, während er sich nach seinen Debüts in Wien, Rom, Paris und London bereits einen Namen als einer der vielseitigsten Pianisten seiner Generation zu machen begonnen hatte. Als leidenschaftlicher Kammermusiker war der Künstler darüber hinaus häufig mit den Geigern Itzhak Perlman und Pinchas Zukerman sowie seiner späteren Ehefrau, der Cellistin Jacqueline du Pré zu hören, die er 1967 heiratete. Die Ehe hielt bis zu du Prés frühem Tod im Jahr 1987. Ab den 1960er-Jahren wandte Barenboim sich zunehmend dem Dirigieren zu. Sein Operndebüt erfolgte 1973 in Edinburgh, 1981 stand er erstmals bei den Bayreuther Festspielen am Pult, wo er bis 1999 regelmäßig »Tristan und Isolde«, den »Ring des Nibelungen«, »Parsifal« und »Die Meistersinger von Nürnberg« leitete. 1990 sorgte er für internationale Aufmerksamkeit, als er die Berliner Philharmoniker bei ihrer ersten Tournee durch Israel leitete. 1991 beerbte er Dirigent Georg Solti als Musikdirektor des Chicago Symphony Orchestra, 1992 berief ihn die Berliner Staatsoper zum Generalmusikdirektor, ein Posten, den er bis heute innehat. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit dem Teatro alla Scala in Mailand, dessen Musikdirektor er von 2011 bis 2015 war. 1999 initiierte Barenboim gemeinsam mit dem palästinensischen Autor und Professor der Columbia-Universität Edward Said das West-Eastern Divan Orchestra, in dem junge Musiker aus arabischen Ländern des Nahen Ostens, Israel und Spanien gemeinsam musizieren. Für sein musikalisches wie politisches Engagement hat er zahlreiche Ehrungen erhalten, darunter das Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterblatt, den Prinz-von-Asturien-Preis, den Ernst von Siemens Musikpreis, sowie Ernennungen zum Grand Officier der französischen Ehrenlegion und Knight Commander of the Order of the British Empire (KBE).

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