Allgemeine Reisebedingungen

Allgemeine Reisebedingungen

Allgemeine Reisebedingungen

Reisebedingungen von ADAC Hessen Thüringen e.V. Reisen für Musikfreunde

Sehr geehrte Kunden,
die nachfolgenden Bestimmungen werden, soweit wirksam vereinbart, Inhalt des zwischen Ihnen, nachfolgend der Kunde genannt, und dem ADAC Hessen-Thüringen e.V., nachfolgend »ADAC-HT« abgekürzt, zu Stande kommenden Reisevertrages. Sie ergänzen die gesetzlichen Vorschriften der §§ 651a - m BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und die Informationsvorschriften für Reiseveranstalter gemäß §§ 4 - 11 BGB-InfoV (Verordnung über Informations- und Nachweispflichten nach bürgerlichem Recht) und füllen diese aus. Bitte lesen Sie daher diese Reisebedingungen vor Ihrer Buchung sorgfältig durch!

1. Abschluss des Reisevertrages, Verpflichtung des Kunden

1.1. Für alle Buchungswege gilt:
a) Grundlage des Angebots von ADAC HT und der Buchung des Kunden sind die Beschreibung des Reiseangebots und die ergänzenden Informationen in der Buchungsgrundlage soweit diese dem Kunden bei der Buchung vorliegen.
b) Reisemittler und Buchungsstellen, sind von ADAC HT nicht bevollmächtigt, Vereinbarungen zu treffen, Auskünfte zu geben oder Zusicherungen zu machen, die den vereinbarten Inhalt des Reisevertrages abändern, über die Reiseausschreibung bzw. die vertraglich von ADAC HT zugesagten Leistungen hinausgehen oder im Widerspruch dazu stehen.
c) Angaben in Hotelführern und ähnlichen Verzeichnissen, die nicht von ADAC HT herausgegeben werden, sind für ADAC HT und die Leistungspflicht von ADAC HT nicht verbindlich, soweit sie nicht durch ausdrückliche Vereinbarung mit dem Reisenden zum Inhalt der Leistungspflicht von ADAC HT gemacht wurden.
d) Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Buchung ab, so liegt ein neues Angebot von ADAC HT vor. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, wenn der Kunde die Annahme durch ausdrückliche Erklärung, Anzahlung oder Restzahlung oder die Inanspruchnahme der Reiseleistungen erklärt.
e) Der Kunde haftet für alle vertraglichen Verpflichtungen von Mitreisenden, für die er die Buchung vornimmt, wie für seine eigenen, soweit er eine entsprechende Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.

1.2. Für die Buchung, die mündlich, telefonisch, schriftlich, per E-Mail oder per Telefax erfolgt, gilt:
a) Mit der Buchung bietet der Kunde ADAC HT den Abschluss des Reisevertrages verbindlich an. An die Buchung ist der Reisende 7 Tage gebunden.
b) Der Vertrag kommt mit dem Zugang der Reisebestätigung (Annahmeerklärung) durch ADAC HT zustande, die keiner Form bedarf, mit der Folge, dass auch mündliche und telefonische Bestätigungen für den Kunden rechtsverbindlich sind. Bei mündlichen oder telefonischen Buchungen übermittelt ADAC HT eine schriftliche Ausfertigung der Reisebestätigung an den Reisenden. Mündliche oder telefonische Buchungen des Reisenden führen bei entsprechender verbindlicher mündlicher oder telefonischer Bestätigung jedoch auch dann zum verbindlichen Vertragsabschluss, wenn die entsprechende schriftliche Ausfertigung der Reisebestätigung dem Kunden nicht zugeht.

1.3. Bei Buchungen im elektronischen Geschäftsverkehr gilt für den Vertragsabschluss:
a) Dem Kunden wird der Ablauf der Onlinebuchung im entsprechenden Internetauftritt von ADAC HT erläutert.
b) Dem Kunden steht zur Korrektur seiner Eingaben, zur Löschung oder zum Zurücksetzen des gesamten Onlinebuchungsformulars eine entsprechende Korrekturmöglichkeit zur Verfügung, deren Nutzung erläutert wird.
c) Die zur Durchführung der Onlinebuchung angebotenen Vertragssprachen sind angegeben. Rechtlich maßgeblich ist ausschließlich die deutsche Sprache.
d) Soweit der Vertragstext von ADAC HT im Onlinebuchungssystem gespeichert wird, wird der Kunde darüber und über die Möglichkeit zum späteren Abruf des Vertragstextes unterrichtet.
e) Mit Betätigung des Buttons (der Schaltfläche) »zahlungspflichtig buchen« bietet der Kunde ADAC HT den Abschluss des Reisevertrages verbindlich an. An dieses Vertragsangebot ist der Kunde 7 Tage ab Absendung der elektronischen Erklärung gebunden.
f) Dem Kunden wird der Eingang seiner Buchung unverzüglich auf elektronischem Weg bestätigt.
g) Die Übermittlung der Buchung durch Betätigung des Buttons »zahlungspflichtig buchen« begründet keinen Anspruch des Kunden auf das Zustandekommen eines Reisevertrages entsprechend seiner Buchungsangaben. ADAC HT ist vielmehr frei in der Entscheidung, das Vertragsangebot des Kunden anzunehmen oder nicht.
h) Der Vertrag kommt durch den Zugang der Reisebestätigung von ADAC HT beim Kunden zu Stande.

1.4. ADAC HT weist darauf hin, dass nach den gesetzlichen Vorschriften (§ 312g Abs. 2 Satz 1 Ziff. 9 BGB) bei Verträgen über Reiseleistungen nach § 651a BGB (Pauschalreiseverträge und Verträge, auf die die §§ 651a ff. BGB analog angewendet werden), die im Fernabsatz (Briefe, Kataloge, Telefonanrufe, Telekopien, E-Mails, über Mobilfunkdienst versendete Nachrichten (SMS) sowie Rundfunk und Telemedien) abgeschlossen wurden, kein Widerrufsrecht besteht sondern lediglich die gesetzlichen Rücktritts- und Kündigungsrechte, insbesondere das Rücktrittsrecht gemäß § 651i BGB (siehe hierzu auch Ziff. 5). Ein Widerrufsrecht besteht jedoch, wenn der Vertrag über Reiseleistungen nach § 651a außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen worden ist, es sei denn, die mündlichen Verhandlungen, auf denen der Vertragsschluss beruht, sind auf vorhergehende Bestellung des Verbrauchers geführt worden; im letztgenannten Fall besteht ein Widerrufsrecht ebenfalls nicht.

2. Bezahlung

2.1. Nach Vertragsabschluss und nach Aushändigung eines Sicherungsscheines gemäß § 651k BGB wird eine Anzahlung in Höhe von 20 % des Reisepreises zur Zahlung fällig, Die Restzahlung wird 21 Tage vor Reisebeginn fällig, sofern der Sicherungsschein übergeben ist.

2.2. Leistet der Kunde die Anzahlung und/oder die Restzahlung nicht entsprechend den vereinbarten Zahlungsfälligkeiten, obwohl ADAC HT zur ordnungsgemäßen Erbringung der vertraglichen Leistungen bereit und in der Lage ist und kein gesetzliches oder vertragliches Zurückbehaltungsrecht des Kunden besteht, so ist ADAC HT berechtigt, nach Mahnung mit Fristsetzung vom Reisevertrag zurückzutreten und den Kunden mit Rücktrittskosten gemäß Ziffer 6 zu belasten.

3. Leistungsänderungen

3.1. Änderungen  wesentlicher  Reiseleistungen  von  dem  vereinbarten  Inhalt  des Reisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und von ADAC HT nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der Reise nicht beeinträchtigen.

3.2. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind.

3.3. ADAC HT ist verpflichtet, den Kunden über wesentliche Leistungsänderungen unverzüglich nach Kenntnis von dem Änderungsgrund zu informieren.

3.4. Im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Kunde berechtigt, unentgeltlich  vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn ADAC HT in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus ihrem Angebot anzubieten.  Der  Kunde hat diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung von ADAC HT über die Änderung der Reiseleistung oder die Absage der Reise diesem gegenüber geltend zu machen.

4. Preiserhöhung

4.1. ADAC HT behält sich vor, den im Reisevertrag vereinbarten Preis im Falle der Erhöhung  der  Beförderungskosten  oder  der  Abgaben für bestimmte  Leistungen wie  Hafen-  oder  Flughafengebühren  oder  einer Änderung der für die betreffende Reise  geltenden  Wechselkurse entsprechend den nachfolgenden  Bestimmungen zu ändern:

4.2. Eine Erhöhung des Reisepreises ist nur zulässig, sofern zwischen Vertragsabschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr als 4 Monate liegen und die zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsabschluss noch nicht eingetreten und bei Vertragsabschluss für ADAC HT nicht vorhersehbar waren.

4.3. Erhöhen sich die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden  Beförderungskosten, insbesondere die Treibstoffkosten, so kann ADAC HT den Reisepreis nach Maßgabe der nachfolgenden Berechnung erhöhen:
a) Bei einer auf den Sitzplatz bezogenen Erhöhung kann ADAC HT vom Kunden den Erhöhungsbetrag verlangen.
b) Anderenfalls werden die vom Beförderungsunternehmen pro Beförderungsmittel geforderten, zusätzlichen Beförderungskosten durch die Zahl der Sitzplätze des vereinbarten  Beförderungsmittels  geteilt.  Den sich so  ergebenden Erhöhungsbetrag für den Einzelplatz kann ADAC HT vom Kunden verlangen.

4.4. Werden  die  bei  Abschluss  des  Reisevertrages  bestehenden  Abgaben  wie Hafen- oder Flughafengebühren gegenüber ADAC HT  erhöht, so kann der Reisepreis um den entsprechenden, anteiligen Betrag heraufgesetzt werden.

4.5. Bei einer Änderung der Wechselkurse nach Abschluss des Reisevertrages kann  der  Reisepreis in dem  Umfange erhöht werden, in dem sich die Reise dadurch für ADAC HT verteuert hat.

4.6. Im Falle einer nachträglichen Änderung des Reisepreises hat ADAC HT den Kunden unverzüglich nach Kenntnis von dem Änderungsgrund zu informieren. Preiserhöhungen sind nur bis zum 21. Tag vor Reisebeginn eingehend beim Kunden zulässig. Bei Preiserhöhungen von mehr als 5 % ist der Kunde berechtigt, ohne Gebühren vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen,  wenn  ADAC HT  in  der  Lage  ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus ihrem Angebot anzubieten.
Der Kunde hat die zuvor genannten Rechte unverzüglich nach der Mitteilung von ADAC HT über die Preiserhöhung gegenüber ADAC HT geltend zu machen.

5. Rücktritt durch den Kunden vor Reisebeginn/Stornokosten

5.1. Der  Kunde  kann  jederzeit  vor  Reisebeginn  von  der  Reise  zurücktreten.  Der Rücktritt ist gegenüber ADAC HT unter der nachfolgend angegebenen Anschrift zu erklären.  Falls die Reise über einen Reisevermittler  gebucht wurde, kann der Rücktritt auch diesem gegenüber erklärt werden. Dem Kunden wird empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären.

5.2. Tritt der Kunde vor Reisebeginn zurück oder tritt er die Reise nicht an, so verliert ADAC HT den Anspruch auf den Reisepreis. Stattdessen kann ADAC HT, soweit der Rücktritt nicht von ihr zu vertreten ist oder ein Fall  höherer  Gewalt vorliegt,  eine angemessene Entschädigung für die bis zum Rücktritt getroffenen Reisevorkehrungen und ihre Aufwendungen in Abhängigkeit von dem jeweiligen Reisepreis verlangen. 

5.3. ADAC HT hat diesen Entschädigungsanspruch zeitlich gestaffelt, d.h. unter Berücksichtigung der Nähe des Zeitpunktes des Rücktritts zum vertraglich vereinbarten Reisebeginn in einem prozentualen Verhältnis zum Reisepreis pauschaliert und bei der Berechnung der Entschädigung gewöhnlich ersparte Aufwendungen und gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen berücksichtigt.  Die Entschädigung wird nach dem Zeitpunkt des Zugang der Rücktrittserklärung des Kunden wie folgt berechnet:

a) Pauschalreisen ohne besondere Kennzeichnung:
• bis zum 31. Tag vor Reiseantritt 20 %
• ab dem 30. Tag vor Reiseantritt 30%
• ab dem 22. Tag vor Reiseantritt 40 %
• ab dem 15. Tag vor Reiseantritt 50 %
• ab dem 8. Tag vor Reiseantritt 70 %
• ab dem 2. Tag vor Reiseantritt bis zum Tag des Reiseantritts oder bei Nichtantritt der Reise 90 % des Reisepreises;

b) Als »Angebotsreisen mit Sondertarifen« bezeichnete Pauschalreisen
• bis zum 60. Tag vor Reiseantritt 10 %
• ab dem 59. Tag vor Reiseantritt 30 %
• ab dem 30. Tag vor Reiseantritt 50 %
• ab dem 14. Tag vor Reiseantritt 70 %
• ab dem 7. Tag vor Reiseantritt 80 %
• ab dem 3. Tag vor Reiseantritt 90%
• Am Tag des Reiseantritts oder bei Nichtantritt der Reise 95 % des Reisepreises;

5.4. Dem Kunden bleibt es in jedem Fall unbenommen, ADAC HT nachzuweisen, dass diesem überhaupt kein oder ein wesentlich niedrigerer Schaden entstanden ist, als die von ihr geforderte Pauschale.

5.5. ADAC HT behält sich vor, anstelle der vorstehenden Pauschalen eine höhere, konkrete Entschädigung zu fordern, soweit ADAC HT nachweist, dass ADAC HT wesentlich höhere Aufwendungen als die jeweils anwendbare Pauschale entstanden sind. In diesem Fall ist ADAC HT verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer etwaigen, anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und zu belegen.

5.6. Das gesetzliche Recht des Kunden, gemäß § 651 b BGB einen Ersatzteilnehmer zu stellen, bleibt durch die vorstehenden Bedingungen unberührt.

5.7. ADAC HT empfiehlt Ihnen in Ihrem eigenen Interesse dringend den Abschluss einer Reise-Rücktrittskosten-Versicherung

6. Umbuchungen

6.1. Ein  Anspruch  des  Kunden  nach  Vertragsabschluss  auf  Änderungen  hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart (Umbuchung) besteht nicht. Wird auf Wunsch des Kunden dennoch eine Umbuchung vorgenommen, kann ADAC HT bei Einhaltung der nachstehenden  Fristen  ein  Umbuchungsentgelt  vom  Kunden  pro  von  der  Umbuchung  betroffenen  Reisenden  erheben.  Soweit  vor  der  Zusage  der  Umbuchung nichts anderes im Einzelfall vereinbart ist, beträgt das Umbuchungsentgelt jeweils bis zu dem Zeitpunkt des Beginns der zweiten Stornostaffel der jeweiligen Reiseart gemäß vorstehender Regelung in Ziffer 6 € 30,- pro betroffenen Reisenden.

6.2.Umbuchungswünsche des Kunden, die nach Ablauf der Fristen erfolgen, können, sofern ihre Durchführung  überhaupt möglich ist, nur nach Rücktritt vom Reisevertrag gemäß Ziffer 6.2 bis 6.5 zu den Bedingungen und  gleichzeitiger Neuanmeldung durchgeführt werden. Dies gilt nicht bei Umbuchungswünschen, die nur geringfügige Kosten verursachen.

7. Nicht in Anspruch genommene Leistungen

Nimmt  der  Reisende  einzelne  Reiseleistungen,  die  ihm  ordnungsgemäß  angeboten  wurden,  nicht  in  Anspruch  aus  Gründen,  die  ihm  zuzurechnen  sind  (z. B. wegen  vorzeitiger  Rückreise  oder  aus  sonstigen  zwingenden  Gründen),  hat  er keinen Anspruch auf anteilige Erstattung des Reisepreises. ADAC HT wird sich um Erstattung  der  ersparten  Aufwendungen  durch  die  Leistungsträger  bemühen. Diese  Verpflichtung  entfällt,  wenn  es  sich  um  völlig  unerhebliche  Leistungen handelt.

8. Rücktritt wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl

8.1. ADAC HT kann bei Nichterreichen einer Mindestteilnehmerzahl nach Maßgabe
folgender Regelungen zurücktreten:
a) Die  Mindestteilnehmerzahl und der späteste Zeitpunkt des Rücktritts durch ADAC HT muss in der konkreten  Reiseausschreibung oder,  bei einheitlichen Regelungen für alle Reisen oder bestimmte Arten von Reisen, in einem allgemeinen Kataloghinweis oder einer allgemeinen Leistungsbeschreibung angegeben sein.  Soweit  nicht anders angegeben, beträgt die Mindestteilnehmerzahl bei Musikreisen 15 Teilnehmer.
b) ADAC HT  hat die  Mindestteilnehmerzahl  und  die  späteste  Rücktrittsfrist  in  der Buchungsbestätigung  anzugeben  oder  dort  auf  die  entsprechenden  Prospektangaben zu verweisen.  
c) ADAC HT  ist  verpflichtet,  dem  Reisenden  gegenüber  die  Absage  der  Reise unverzüglich zu erklären, wenn feststeht, dass die Reise wegen Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl nicht durchgeführt wird.
d) Ein Rücktritt von ADAC HT später als 21 Tage vor Reisebeginn ist unzulässig.

8.2. Der Kunde kann bei einer Absage die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen  anderen  Reise  verlangen,  wenn  ADAC HT  in  der  Lage  ist,  eine  solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus ihrem Angebot anzubieten. Der Kunde hat  dieses  Recht  unverzüglich  nach  der  Erklärung  über  die  Absage  der  Reise durch ADAC HT dieser gegenüber geltend zu machen.

8.3. Wird die Reise aus diesem Grund nicht durchgeführt, erhält der Kunde auf den Reisepreis geleistete Zahlungen unverzüglich zurück.

9. Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen

9.1. ADAC HT kann den Reisevertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wennder Kunde ungeachtet einer Abmahnung von ADAC HT nachhaltig stört oder wenner  sich  in  solchem  Maß  vertragswidrig  verhält,  dass  die  sofortige  Aufhebung  desVertrages gerechtfertigt ist.

9.2. Kündigt ADAC HT, so behält sie den Anspruch auf den Reisepreis; sie muss sich  jedoch  den  Wert  der  ersparten  Aufwendungen  sowie  diejenigen  Vorteileanrechnen  lassen,  die  sie  aus  einer  anderweitigen  Verwendung  der  nicht  in  Anspruch genommenen Leistung erlangt, einschließlich der ihr von den Leistungsträgern gutgebrachten Beträge.

10. Obliegenheiten des Kunden/Reisenden

10.1. Die sich aus § 651 d Abs. 2 BGB ergebende Verpflichtung zur Mängelanzeige ist bei Reisen mit ADAC HT wie folgt konkretisiert
a) Der  Reisende  ist  verpflichtet,  auftretende  Mängel  unverzüglich  der  örtlichen Vertretung  von  ADAC HT (Reiseleitung,  Agentur)  anzuzeigen  und  Abhilfe zu verlangen.  
b) Über  die  Person,  die  Erreichbarkeit  und  die  Kommunikationsdaten  der  Vertretung von ADAC HT wird der Reisende spätestens mit Übersendung der Reiseunterlagen informiert.
c) Ist nach den vertraglichen Vereinbarungen eine örtliche Vertretung oder Reiseleitung  nicht  geschuldet,  so  ist  der  Reisende  verpflichtet,  Mängel  unverzüglich direkt  gegenüber  ADAC HT unter  der  nachstehend  angegebenen Anschrift anzuzeigen.
d) Ansprüche des Reisenden entfallen nur dann nicht, wenn die dem Reisenden obliegende Rüge unverschuldet unterbleibt.

10.2. Reiseleiter, Agenturen und Mitarbeiter von Leistungsträgern sind nicht befugt und  von  ADAC HT nicht  bevollmächtigt,  Mängel zu bestätigen oder Ansprüche gegen ADAC HT anzuerkennen.

10.3. Wird die Reise infolge eines Reisemangels erheblich beeinträchtigt, so kann der  Kunde/Reisende  den  Vertrag kündigen. Dasselbe gilt, wenn ihm die Reise infolge eines solchen Mangels aus wichtigem, ADAC HT erkennbarem Grund nicht zuzumuten ist. Die  Kündigung  ist  erst  zulässig,  wenn  ADAC HT oder,  soweit vorhanden  und  vertraglich  als  Ansprechpartner  vereinbart,  ihre  Beauftragten (Reiseleitung,  Agentur),  eine  ihnen  vom  Kunden/Reisenden  bestimmte  angemessene  Frist  haben  verstreichen  lassen,  ohne  Abhilfe  zu  leisten.  Der  Bestimmung einer Frist bedarf es nicht, wenn die Abhilfe unmöglich ist oder von ADAC HT oder ihren Beauftragten verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt wird. 

10.4.Bei  Gepäckverlust,  -beschädigung    und  -verspätung  sind  Schäden  oder Zustellungsverzögerungen bei Flugreisen vom Reisenden unverzüglich an Ort und Stelle  mittels  Schadensanzeige  der  zuständigen Fluggesellschaft  anzuzeigen. Fluggesellschaften können die Erstattungen ablehnen, wenn die Schadensanzeige nicht  ausgefüllt  worden  ist.  Die  Schadensanzeige  ist  bei  Gepäckbeschädigung binnen  7  Tagen,  bei Verspätung innerhalb 21 Tagen nach Aushändigung, zu erstatten.  Im  Übrigen  ist  der  Verlust,  die  Beschädigung  oder  die  Fehlleitung  von Reisegepäck der von ADAC HT angegebenen Stelle (siehe oben Ziffer 10.1b) und c)) anzuzeigen.

10.5.Der Kunde hat ADAC HT zu informieren, wenn er die erforderlichen Reiseunterlagen  (z.B.  Flugschein,  Hotelgutscheine)  innerhalb  der  ihm  von  ADAC HT mitgeteilten Frist nicht oder nicht vollständig erhält.

11. Beschränkung der Haftung

11.1. Die vertragliche Haftung von ADAC HT für Schäden, die nicht aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit resultieren, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt,
a) soweit ein Schaden des Kunden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder
b) soweit ADAC HT  für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche nach dem Montrealer Übereinkommen  bzw.  dem  Luftverkehrsgesetz  bleiben  von  dieser  Haftungsbeschränkung unberührt. 

11.2. ADAC HT  haftet  nicht  für Leistungsstörungen,  Personen-  und  Sachschäden im  Zusammenhang  mit  Leistungen,  die  als  Fremdleistungen  lediglich  vermittelt werden  (z.B.  Ausflüge,  Sportveranstaltungen,  Theaterbesuche,  Ausstellungen, Beförderungsleistungen  von  und  zum  ausgeschriebenen  Ausgangs-  und  Zielort), wenn  diese  Leistungen  in  der  Reiseausschreibung  und  der  Reisebestätigung ausdrücklich  und  unter  Angabe  des  vermittelten  Vertragspartners  als  Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet werden, dass sie für den Kunden/Reisenden erkennbar  nicht  Bestandteil  der  Reiseleistungen  von  ADAC HT  sind.  ADAC HT haftet jedoch für Leistungen, welche die Beförderung des Kunden/Reisenden vom ausgeschriebenen  Ausgangsort  der  Reise  zum  ausgeschriebenen  Zielort,  Zwischenbeförderungen während der Reise und die Unterbringung während der Reise beinhalten und/oder wenn und insoweit für einen Schaden des Kunden/Reisenden die Verletzung von Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten von ADAC HT  ursächlich  geworden  ist. Eine  etwaige  Haftung  von  ADAC HT  aus  der  Verletzung  von  Vermittlerpflichten  bleibt  durch  die  vorstehenden  Bestimmungen  unberührt.

12. Geltendmachung von Ansprüchen, Adressat, Ausschlussfristen

12.1.Ansprüche nach den §§651c bis f BGB hat der Kunde / Reisende innerhalb eines  Monats  nach  dem  vertraglich  vorgesehenen  Zeitpunkt  der  Beendigung  der Reise geltend zu machen. Die Frist beginnt mit dem Tag, der dem Tag des vertraglichen Reiseendes folgt. Fällt der letzte Tag der Frist auf einen Sonntag, einen am Erklärungsort  staatlich  anerkannten  allgemeinen  Feiertag  oder  einen  Sonnabend, so tritt an die Stelle eines solchen Tages der nächste Werktag.

12.2.Die  Geltendmachung  kann  fristwahrend  nur  gegenüber  ADAC HT unter  der nachfolgend  angegebenen  Anschrift  erfolgen.  Nach  Ablauf  der  Frist  kann  der Kunde Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist. 

12.3. Die  Frist  nach  Ziff.  12.1  gilt  auch  für  die  Anmeldung  von  Gepäckschäden oder  Zustellungsverzögerungen  beim  Gepäck  im  Zusammenhang mit Flügen gemäß Ziffer 10.3, wenn Gewährleistungsrechte aus den §§ 651 c Abs. 3, 651 d, 651  e  Abs.  3  und  4  BGB  geltend  gemacht  werden.  Ein  Schadensersatzanspruch wegen  Gepäckbeschädigung  ist  binnen  7  Tagen,  ein  Schadensersatzanspruch wegen  Gepäckverspätung  binnen  21  Tagen nach Aushändigung geltend zu machen.

13. Verjährung

13.1. Ansprüche  des  Kunden/Reisenden  nach  den  §§  651c  bis  f  BGB  aus  der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen  oder  fahrlässigen  Pflichtverletzung  von  ADAC HT oder  eines  gesetzlichen Vertreters  oder  Erfüllungsgehilfen  von  ADAC HT beruhen,  verjähren  in  zwei  Jahren. Dies gilt auch für Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer vorsätzlichen  oder  grob fahrlässigen  Pflichtverletzung  von ADAC HT oder  eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen von ADAC HT beruhen.

13.2.Alle übrigen Ansprüche nach den §§ 651c bis f BGB verjähren in einem Jahr.

13.3. Die Verjährung nach Ziffer 13.1 und 13.2 beginnt mit dem Tag, der dem Tag des vertraglichen Reiseendes folgt. Fällt der letzte Tag der Frist auf einen Sonntag, einen  am  Erklärungsort  staatlich  anerkannten  allgemeinen  Feiertag  oder  einen Sonnabend, so tritt an die Stelle eines solchen Tages der nächste Werktag.

13.4. Schweben zwischen dem Kunden/Reisenden und ADAC HT Verhandlungen über  den  Anspruch  oder  die  den  Anspruch  begründenden  Umstände,  so  ist  die Verjährung gehemmt, bis der Kunde/Reisende oder ADAC HT die Fortsetzung der Verhandlungen  verweigert.  Die  Verjährung  tritt  frühestens  drei  Monate  nach  dem Ende der Hemmung ein.

14. Informationspflichten über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens

14.1. ADAC HT informiert den Kunden bei Buchung entsprechend der EU-Verordnung zur Unterrichtung von Fluggästen über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens vor oder spätestens bei der Buchung über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft(en) bezüglich sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen.

14.2. Steht / stehen bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft(en) noch nicht fest, so ist ADAC HT verpflichtet, dem Kunden die Fluggesellschaft bzw. die Fluggesellschaften zu nennen, die wahrscheinlich den Flug durchführen wird bzw. werden. Sobald ADAC HT weiß, welche Fluggesellschaft den Flug durchführt, wird ADAC HT den Kunden informieren.

14.3. Wechselt die dem Kunden als ausführende Fluggesellschaft genannte Fluggesellschaft, wird ADAC HT den Kunden unverzüglich und so rasch dies mit angemessenen Mitteln möglich ist, über den Wechsel informieren.

14.4. Die entsprechend der EG@Verordnung erstellte »Black List« (Fluggesellschaften, denen die Nutzung des Luftraumes über den Mitgliedstaaten untersagt ist.), ist auf den Internet-Seiten von ADAC HT oder direkt über http://ec.europa.eu/transport/modes/air/safety/air-ban/index_de.htm abrufbar und in den Geschäftsräumen von ADAC HT einzusehen.

15. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften

15.1. ADAC HT wird Staatsangehörige eines Staates der Europäischen Union, in dem die Reise angeboten wird, über Bestimmungen von Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften vor Vertragsabschluss sowie über deren evtl. Änderungen vor Reiseantritt unterrichten. Für Angehörige anderer Staaten gibt das zuständige Konsulat Auskunft. Dabei wird davon ausgegangen, dass keine Besonderheiten in der Person des Reisenden und eventueller Mitreisender (z.B. Doppelstaatsangehörigkeit, Staatenlosigkeit) vorliegen.

15.2. Der Kunde ist verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen der behördlich notwendigen Reisedokumente, eventuell erforderliche Impfungen sowie das Einhalten von Zoll- und Devisenvorschriften. Nachteile, die aus der Nichtbeachtung dieser Vorschriften erwachsen, z. B. die Zahlung von Rücktrittskosten, gehen zu seinen Lasten. Dies gilt nicht, wenn ADAC HT nicht, unzureichend oder falsch informiert hat.

15.3. ADAC HT haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Kunde ihn mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn, dass ADAC HT eigene Pflichten schuldhaft verletzt hat.

16. Rechtswahl- und Gerichtsstandsvereinbarung

16.1. Für Kunden/Reisende, die nicht Angehörige eines Mitgliedstaats der Europäischen Union oder Schweizer Staatsbürger sind, wird für das gesamte Rechts- und Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden/Reisenden und  ADAC HT die ausschließliche Geltung des deutschen Rechts vereinbart. Solche Kunden/Reisende können ADAC HT ausschließlich an deren Sitz verklagen.

16.2. Für Klagen von ADAC HT gegen Kunden, bzw. Vertragspartner des Reisevertrages, die Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder Personen sind, die Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland haben, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz von ADAC HT vereinbart.

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Stuttgart | München,  2015
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Reiseveranstalter ist:
ADAC Hessen-Thüringen e.V.,  
Lyoner Straße 22, 60528 Frankfurt
Tel. 069 6607 / 8301 Fax: / 8349
E/Mail: oper@hth.adac.de  
 
Vertretungsberechtigter Vorstand: Matthias Feltz
Registergericht: Amtsgericht Frankfurt am Main
Registernummer: VR 5117

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